Private Krankenversicherung für Angestellte

Private Krankenversicherung für Angestellte

Warum sich die Mehrheit für die private Krankenversicherung entscheidet

 

Die Entscheidung für die private Krankenversicherung ist eine sehr wichtige und sollte gut durchdacht sein. Denn es gibt vieles zu beachten, diese Hürde muss erst genommen werden.

Viele Punkte sind den meisten unbekannt und kommen erst während einer ausführlichen Beratung zum Vorschein.

Bei der Betrachtung der Werte des statistischen Bundesamtes fällt folgendes auf:

Die Mehrheit derjenigen, welche die Möglichkeit haben in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln, haben es auch getan.  Privat versichern können sich Arbeitnehmer, deren Gehalt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegt, und Selbstständige.  Auf die Daten des statistischen Bundesamtes wird später im Detail darauf eingegangen.

Bei den von mir beratenen und jetzt in der privaten Krankenversicherung versicherten Klienten kann ich im Nachhinein sagen: Sie taten es aus Überzeugung.

Doch wie kommt es zu dieser Entscheidung?


Bei der Überlegung sich privat zu versichern kommen immer folgende Fragen auf, die für weitere Überlegungen beantwortet sein müssen:

Wie haben sich meine Mitmenschen entschieden?

Wie viel Geld spare ich mit der privaten Krankenversicherung?

Wie sieht es mit Beitragssteigerungen und Beiträgen im Rentenalter aus?

Wesentliche Leistungsunterschiede gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und private Krankenversicherung (PKV)?

Wie werden meine Kinder versichert?

 

Hier folgen die Antworten darauf:

 

Wie haben sich meine Mitmenschen entschieden?

Hierzu gleich folgendes Diagramm. Gleicht man diese Werte mit den Daten des statistischen Bundesamtes ab, ergibt sich ein sehr interessantes und wichtiges Ergebnis. Es sagt aus, wie viele Personen der deutschen Bevölkerung, welche die Möglichkeit haben in die die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln, sich dafür entschieden haben.

deutsche-krankenversicherungsmarkt

Der Grafik kann man entnehmen, dass 9 Mio. Bürger unserer Bevölkerung in der privaten Krankenversicherung (PKV) versichert sind.

Von diesen 9 Mio. PKV Versicherten müssen wir nun die Beamten abziehen. Es gibt in Deutschland 1,85 Mio. Beamte die auch zu den privat Versicherten zählen. Diese Zahl können Sie im Bericht des statistischen Bundeamt auf Seite 27 nachlesen. Den Download finden Sie hier: KrankenversicherungMikrozensus

Es bleiben nun 7,15 Mio. Bürger in der privaten Krankenversicherung (PKV) von denen wir jetzt die Zahl der Selbstständigen in Deutschland abziehen müssen um das gewünschte Ergebnis zu erhalten.

In Deutschland gibt es insgesamt 4,3 Mio. Selbstständige diese Zahl können Sie auf der gleichen Seite bei oben genanntem Download finden.

Von diesen 4,3 Mio. Selbstständigen sind 45% privat Versichert (PKV).
Das sind insgesamt 1,94 Mio. Selbstständige in der privaten Krankenversicherung (PKV).

Diese Zahl können Sie dem statischen Bundesamt unter folgendem Link entnehmen: link

Jetzt ziehen wir von den 7,15 Mio. die 1,94 Mio. ab, und erhalten im Ergebnis 5,21 Mio.

5,21 Mio. Angestellte Arbeitnehmer in Deutschland sind in der privaten Krankenversicherung (PKV) versichert.
3,3 Mio. Angestellte Arbeitnehmer in Deutschland sind freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert.

Diese 5,21 Mio. und 3,3 Mio. Bürger (=8,51 Mio.) sind somit Angestellte, welche über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) verdienen und die Wahl haben sich privat zu Versichern (PKV).

Diese Zahl können Sie wieder im Bericht des statistischen Bundesamtes, diese mal auf Seite 32 und 33 nachlesen. Den Download finden Sie hier: KrankenversicherungMikrozensus

Es gibt fast doppelt so viele Angestellte und über der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdienende Bundesbürger (JAEG) in der privaten Krankenversicherung (PKV) wie in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Eigentlich wäre die Anzahl der Bürger in der privaten Krankenversicherung (PKV) noch deutlich höher! Abgelehnte Anträge in der privaten Krankenversicherung (PKV), welche aufgrund der Gesundheitsfragen in der PKV nicht angenommen werden, können leider nicht berücksichtigt werden.

Es lässt nur vermuten, dass die Zahl der Versicherten in der PKV ohne diese Ablehnungen ca. ein Drittel höher wäre.

Diese Zahlen beruhen auf den Angaben des statistischen Bundesamtes und des PKV-Verbandes und wurden nach bestem Gewissen in diesem Beitrag gedeutet.

 

Wie viel Geld spare ich mit der privaten Krankenversicherung?

Die Bezahlung der Beiträge für privat Versicherte funktioniert gleich wie bei gesetzlich Versicherten. Die Beiträge werden ebenfalls vom Bruttolohn abgezogen. Und es gibt den gleichen Beitragszuschuss vom Arbeitgeber zur privaten Krankenversicherung.

Der Grundbeitrag der privaten Krankenversicherung ist deutlich niedriger als der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung.

In folgendem Diagramm wird das verdeutlicht. Hier wurde ein 27 jähriger Arbeitnehmer zugrunde gelegt mit einer tatsächlichen monatlichen Prämie zur privaten Krankenversicherung von EUR 312.61.

 

Ersparnis PKV

Sie sparen in diesem Beispiel jährlich EUR 2.319,-.

Und die jährliche Beitragsrückerstattung ist hier noch nicht mit eingerechnet.

Auch Krankenzusatzversicherungen, wie z.B. für die Zähne welche die meisten gesetzlich Versicherten nebenbei noch bezahlen, fallen weg.

Das sind weitere EUR 150 – 300 Ersparnis jährlich.

 

Insgesamt haben wir in diesem Beispiel eine Ersparnis von jährlich ca. EUR 3.000,- inklusive der Beitragsrückerstattung.

 

Übrigens: Werden Kinder privat versichert bekommt man für die Kinder ebenfalls den Arbeitgeberzuschuss bis zum Höchstbeitrag.

Der Arbeitgeberzuschuss  liegt momentan bei EUR 349,60. Auch wenn Kinder kommen wird es dank des Arbeitgerberzuschuss nicht teuer in der privaten Krankenversicherung. Denn ein Kind kostet nur rund EUR 120,- monatlich.

Auch bei Mitmenschen höheren Alters ergibt sich immer noch eine enorme Ersparnis. Diese kann ganz einfach und individuell berechnet werden.

 

 

Wie sieht es mit Beitragssatzsteigerungen und Beiträgen im Rentenalter aus?

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) verhält sich nach dem Solidaritätsprinzip, das bedeutet die Beiträge sind von dem demografischen Wandel abhängig.
Der Anteil junger Menschen sinkt. Heute ist jeder Fünfte älter als 60 Jahre. Im Jahr 2030 ist ungefähr jeder Dritte älter als 60 Jahre. Die Kosten für die Gesundheit steigen im Alter sehr schnell an.

Daher sorgt die private Krankenversicherung (PKV) bereits heute vor. Durch eine gute Beitragskalkulation sowie durch Rücklagen am Kapitalmarkt. Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) ist dies nicht erlaubt – trotz der steigenden Ausgaben durch den demografischen Wandel.

Die GKV gerät immer stärker an ihre Grenzen. Denn die Anzahl der jungen Einzahler sinkt und die Gruppe der Rentner vergrößert sich. Folglich steigen die Beiträge der jungen Einzahler. Ein Prinzip, das in der Zukunft zu großen Belastungen für die Beitragszahler führen könnte.

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Unweigerlich steigen die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) konstant an, als Beispiel: 1970 lag der Höchstbeitrag bei der GKV bei umgerechnet 50€, heute bei über 700€.

Die Geburtenraten sind derzeit auf dem Tiefpunkt, das wird sich in Zukunft noch negativer auf die Beiträge der GKV auswirken.

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Die Beiträge für gesetzlich Versicherte berechnen sich nach der Höhe des Einkommens. Wer mehr verdient, zahlt mehr ein.

Die rein umlagefinanzierten gesetzlichen Krankenkassen (GKV) bezahlen die laufenden Krankheitskosten von den eingezahlten Beiträgen. Darum kann dieses System den steigenden Gesundheitskosten auf einem Weg begegnen: mit Erhöhung der Beiträge und Kürzungen der Leistungen.

Gesetzliche Kassen (GKV) dürfen Zuzahlungen erheben, um die eigene Finanzierung zu decken. Auch individuelle zusätzliche Beiträge sind möglich. Dadurch kann sich der GKV-Beitrag erhöhen.

Kassen-Zusatzbeitrag

Bei der privaten Krankenversicherung (PKV) gilt: jeder steht für sich.

Es werden von Beginn an 10% des Beitrags für die Altersrückstellungen auf die Seite gelegt (gesetzlich vorgeschrieben). Die übrig gebliebenen Beiträge nach Verwaltungs- und Krankheitskosten werden ebenfalls zur Stabilisierung der Beiträge genutzt.

Durch Rückstellungen sorgen privat Versicherte gezielt für ihr Alter vor. Insgesamt haben privat Versicherte rund 190 Milliarden Euro an Alterungsrückstellungen angespart.

 

Bei Angestellten in der Privatversicherung fallen mit Rentenbeginn die Beiträge des Krankentagegeldes weg, welches schon ca. 15% des Gesamtbeitrags ausmacht. Bereits zum 60. Lebensjahr fällt der gesetzliche Beitrag für die Altersrückstellungen weg, wodurch der Beitrag um weitere 10% sinkt.

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Eine Studie des Beratungshauses Premium Circle GmbH ergibt, das nur etwa jeder sechste privat Versicherten (PKV) im Alter über 50 Jahre mehr als 500 Euro Beiträge bezahlen muss.

Quelle: http://www.premiumcircle.de/Contenido_2014/cms/front_content.php

Betrachtet man den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von mittlerweile 771€, welche jeder freiwillig Versicherte (über JAEG) oder Selbstständige mit einem zu versteuerten Einkommen über 4.237,50 Euro bezahlen muss, so wird klar:

In der privaten Krankenversicherung (PKV) gibt es nicht nur deutlich bessere Leistungen, auch die Beiträge sind voraussichtlich langfristig niedriger im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Auch Bedenken sollte man, das die meisten gesetzlich Versicherten (GKV) zusätzlich private Krankenzusatzversicherungen bezahlen z.B. für die Zähne oder Ein- Zweibett im Krankenhaus etc.

Diese Beiträge fallen als privat Versicherter nicht mehr an, da man all diese Leistungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) sehr umfänglich versichert hat.

 

Bereits vor Rentenbeginn werden Sie sich sicher Fragen, wie Sie dann Versichert sein werden und wie sich die Beiträge verhalten.

Alle Antworten darauf finden Sie in der Broschüre der Gesetzlichen Rentenversicherung.

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Hier wird detailliert darauf Eingegangen wie hoch der Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), bzw. der Zuschuss zur privaten Krankenversicherung (PKV) sein wird.

Und es wird alles erklärt, was Sie darüber wissen sollten.

Im Ruhestand bleiben Sie genauso kranken‑ und pflegeversichert wie bisher.

Außer dem nicht mehr benötigtem Krankengeld bleiben alle Leistungen wie gewohnt.

Es bestehen folgende Möglichkeiten der Krankenversicherung:

  • in der gesetzlichen Krankenversicherung (KGV) als Pflichtversicherter oder als freiwillig Versicherter
  • in der privaten Krankenversicherung (GKV)

Wie die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist auch die gesetzliche Rentenversicherung eine Solidaritätsgemeinschaft.

Pflichtversicherte und freiwillige Mitglieder zahlen einen nach der Höhe ihrer Einkommen abhängigen monatlichen Beitrag und erhalten im Krankheitsfall dafür alle erforderlichen Leistungen. Mitglieder der privaten Krankenversicherung Mitglieder bezahlen einen vom Einkommen unabhängigen Beitrag für Ihren Versicherungsschutz.

Der Versicherungsbeitrag ist hierbei abhängig vom gewählten Versicherungsumfang.

Es spielt keine Rolle ob Sie als Rentner gesetzlich Krankenversichert (GKV) oder privat Krankenversichert (PKV) sind, die gesetzliche Rentenversicherung beteiligt sich an Ihren Beiträgen für die Krankenversicherung.

Für gesetzlich versicherte (GKV) zahlt Sie einen Teil der Beiträge, bei privat Versicherten (PKV), erhalten Sie Beitragszuschüsse.

Lesen Sie hierzu nähere Details in folgender Broschüre: rentner_und_ihre_krankenversicherung.pdf

 

Wesentliche Leistungsunterschiede GKV und PKV?

96 % aller privat Versicherten (PKV) sind mit den Leistungen ihrer Versicherung zufrieden. Kein Wunder, denn eine Private Krankenversicherung ist eine individuelle Versicherung.

In der Privaten Krankenversicherung (PKV) stellen Sie Ihre Absicherung selber zusammen. Ganz nach Ihren Bedürfnissen. Die Leistungen sind vertraglich festgelegt und gelten lebenslang. Der privat Versicherte beeinflusst somit auch seine Prämien. Der Gesetzgeber darf in das Leistungsversprechen nicht eingreifen. Kürzungen sind ausgeschlossen.

Einheitstarife wie in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es nicht. Zudem genießen privat Versicherte vertraglich garantierte Leistungen.

Kürzungen oder Streichungen, wie in der GKV, sind ausgeschlossen. Als gesetzlich Versicherter stellt man im Krankheitsfall schnell fest, dass viele Leistungen der Krankenkasse nicht ausreichen. Manche Leistungen werden auch gar nicht gewährt. Oder es fallen Eigenbeteiligungen an, die ganz erheblich sein können. Was das im Einzelnen bedeutet, zeigt folgende Übersicht.

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Wie werden meine Kinder versichert?

Wie die Kinder Versichert werden hängt von der Situation der Eltern ab.

Es gibt folgende 3 Varianten:

Über die Krankenversicherung Ihres Kindes sollten Sie sich schon vor seiner Geburt Gedanken machen und die notwendigen Informationen einholen. Denn je nachdem, wie die Eltern versichert sind, gelten unterschiedliche Regelungen für die Krankenversicherung von Kindern:

  1. Wenn beide Elternteile in der privaten Krankenversicherung versichert (PKV) sind, wird auch das Kind privatversichert. Es gibt keine Gesundheitsprüfung und das Kind muss in jedem Fall ohne Zuschlag angenommen werden. Der Beitrag für das Kind beträgt ca. 120 Euro im Monat für einen vollen umfangreichen privaten Krankenversicherungsschutz. Eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist nicht möglich.
  2. Sind beide Elternteile gesetzlich Versichert (GKV), wird das Kind automatisch in der Familienversicherung gesetzlich Versichert. Es besteht trotzdem die Möglichkeit das Kind privat zu versichern (PKV), dann allerdings mit Gesundheitsfragen.
  3. Ist ein Elternteil privat und ein Elternteil gesetzlich versichert, besteht die Möglichkeit das Kind privat oder gesetzlich zu versichern. Allerdings ist die Familienversicherung nicht möglich, wenn der privat Versicherte (PKV) Elternteil mehr als der andere Elternteil verdient und ein Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) hat. Sollte dieser Fall eintreten wird für das Kind ein monatlicher Beitrag erhoben. Diese Einschränkung glit allerdings nicht, wenn die Eltern nicht verheiratet sind.

 

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